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leicht bie herrliche» Säulen von kostbarem Marmor. Ver-gleichen kann man hierüber: Notices de la Galerie desAntiques.
Hier wäre der Ort, auch vom Kabinet der Antiken,das besonders an ägyptischen Seltenheiten reich ist, zusprechen. Man sieht hier eine Isis mit ihrem SohneHorns, und besonders die merkwürdige Jsistafel mit inSilber eingelegten Figuren, mehrere Mumien und Schrif-ten auf Papyrus, auch Schmuck und Hausgcräthe, wieeinige Mumien des göttlich verehrten Vogels, Ibis undendlich einen Altar mit Hieroglyphen. Die Sammlungantiker geschnittener Steine ist reicher als irgendeine andere und der römischen und griechischen Al-terthümer sind es unzählig viele.
Nach Tische machte ich eine Tour um die Boulevardsvon 5 bis 8 Uhr. Ich fand viele Encre de Ja petitevertu, eine herrliche Beleuchtung dcr Boutiques und Cafesund — wenige Raucher — auch ich hatte seit Metz,wo ich mein Pfeifenrohr verlor, nicht mehr geraucht und— sans regret! C= ohne Bcdaurcn).
Den i. Mai.
Ein ganz junger Künstler zeichnete gestern in denAntiken einen herrlichen Kopf; er fragte mich nach Num-mer und Namen. Eh, vous la dessinez sans savoir ceque c’est? fragte ich ihn. — F . . . ., je m’embarassepeu; c’est une tetc ä caractere, une tete k caractere.So sollte man's mit manchen Gemälden machen. —
Der heutige Tag war ganz den lVlonumeiits fran$ais— diesem erhabenen Memento mori — gewidmet. MitLe Noirs Werk in dcr Hand durchlief ich das Ganze von10 bis 2 Uhr. Nur ein Franzose kann Alles so niedlich
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