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nature ä s’y meprcndre, ä 30 8. zu sehen; meine Erwar-tungen wurden getäuschet: V. Actenstück, Nro. 1. hatte ichschon oft gesehen; Nro. 2. der Papillon ist äußerst gut;Nro. 4. mißfällt, weil die kleinen Abänderungen von obigennicht proporlionnirt sind. Der Vogel hat die Hälfte der Da-men, der Baum 2 h der Damen mehr, und vollends gar dieThiere, — es ist kindisch. Galant ist der Zauberer Nr. 5.er hat 6 Fragen vor sich liegen: man muß eine auf einenVorsprang seines Hauses legen, hineinschicben, bald daraufschlägt er an die Thüre und die Antwort kommt hervor. DieFrage: „Hu'est-oe qui fait le plus de plaisir aux Dameswar sehr beschmutzt. Qu’est-ce qui s’oublie le plus diffici-lement? schob ich hinein, — l'injure; eine Dame: Qu’a-t-ilde plus agreable daus la nature ? La beaute. — Von daging ich in's Theatre fran^ais, man gab les Horaces deCorneille und les Heritiers par Duval, ein kleines, liebesStück. Ich dachte nicht hinzugehen, aber Duchesnois undGeorges spielten, berühmt durch die Factionen, die sie er-regten und letztere durch die Gnade N...; erstere isteher häßlich als schön, aber spielt besser als Georges, dieschön ist, der ich aber Mlle. Gros, welche die Soubrettemacht, noch vorziehen würde. Die Schönheit der Mlle.Georges erschien zwar heute in ihrem vollen Glänze, undauch ihr Spiel war wärmer und natürlicher und schienmehr aus eigner Empfindung hervorzugehen, als man dießgewöhnlich bei ihr vermuthet; aber doch hat sie, wie manwohl sieht, eine entschiedene Anlage, die stolze Rolle einermächtigen Gebieterin, einer hohen Königin zu spielen. Dafürchten nun die Partheigängcr der jugendlichen, aber häss-lichen Lilie. Duebesnois, daß man dieser künftig nur nochdie Rollen von Liebhaberinnen, zärtlichen Prinzessinnen rc.übertragen würde, und daß es ein Theil des Publikumsanstössig finden dürfte, wenn nicht die Schöne, sondern dieHäßliche all' den Weihrauch von Schmeicheleien und Hul-digungen cmpficnge, womit man die Liebhaberinnen ge-wöhnlich überschüttet. Und doch sollte man es nirgends