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Pugctr berühmtes Basrelief, Diogenes und Alexander,zu sehen. In der Orangerie steht LvuiS XlV., dem maneine Pique und auf den Kopf eine Mütze gegeben hat mitder Inschrift: Mars franeais, kroteoteur de la Libertddu Monde!
Der Garten bat eine ungeheure Ausdehnung, der ehe-malige Canal ist ausgetrocknet. Unter der Menge kost,barer Statuen interefsirten mich Kellers gegossene Thier-kämpfe, Tiger und Bär, Hirsch und Hund, Löwe undWolf, Löwe und Eber. Die Latoncn-Gruppe cristirrnicht mehr, wohl aber die Gruppe Apollos und derMusen mit den 4 Pferden in dem herrlichen Felsen undWiesenthal; dann Jupiter und Ganymed, die Nymphemit der Muschel, die mir so lieb wurde, wie der ster-bende Fechter, vorzüglich aber Pugets herrliche 2 Grup-pen : Milan de Crotone und Persee delivrant Andromede;dann Castor und Pollux; Poetus und Arria, Ino undMelicerte se precipitant und Aristee liant Prothee, —herrlich!! Die reiche Colonnade interessirt weniger alsTirardons Meisterstück in der Mitte: ProserpinensRaub; Neptuns Gruppe, im Bassin seines Namens,ist auch das schönste, was ich gesehen habe.
Nachtigallen begleiteten uns in die Bosquets, diegewöhnlich verschlossen sind. Von da ging es nach demTrianon; der Coneicrge, in Haarbcurel, seidenen Strümpfenund gestickter Weste, empfing hier den Prinzen, der sehrgur gewachsen ist. Der Concierge saß auch 8 Monate imLuremburg gefangen, weil er sein anvertraute« Gut gegenden Bandalismu« zu schützen suchte. Er sprach mit Wohl-behagen von der Königin; hier spielte sie oft in demallerliebsten blauen und goldenen Theater, in dem Dörf-chen, hier war sie, so wie auch ihre Hofdamen, alsBäuerin gekleidet; La Grotte de la Reine, hier saß sieoft. Trianon ist im englischen Geschmack und sehr schön,der Tempel Amvr's ist prächtig, in corinthischem Styl;auf dem Altar ist der Amor weg und in's Museum vcr-