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Einige Theatcr-Picccn, besonders die Stücke Picards,des modernen Moliore's, deren man an die dreißig zählt,sind verflucht theuer; für die petite villo 3 Fr., los pro-viueiLux 30 8. Ich kann warten, bis sie gesammeltwerden; indessen sahe ich den zweiten Mokiere spielen.
Die Boulevards, einer meiner liebsten Spaziergänge,und wo man Alles wohlfeiler haben kann, als im Palaisdu Tribunat, sind 2400 Toiscn lang, die neuen dagegen3680. Noch bin ich nicht im Jardiu des Capuciues, woFrasconi springt und reitet, noch nicht in den Boulevards-Gärten Tulc, Hebe rc. gewesen, noch nicht zu Fraseatidas nicht weit davon ist, gegangen. Und doch ist es ge-rade Fraseati, was jetzt in die Mode kommt und alle an-dere Belustigungsörter überfliegt. Es versammelt sich daAlles, was für schön, elegant und reich gelten will. Daßder Name in Paris Nichts zur Sache thut, sieht man hier;denn Nichts ist sich wohl unähnlicher in der Welt alsFraseati zu Paris und Fraseati bei Rom. Wie könnteman auch im Ernste eine geschmackvoll und glänzend her-ausgeputzte Pariser Eisbude mit dem vormaligen Tuscu-lum der Römer vergleichen! Der Italiener FareKi istUnternehmer des Fraseati zu Paris, das in einer Reihelanger, schöner Säle und in einem für die zuströmendeMenge viel zu kleinen, unbedeutenden Garten besteht.Nach Beendigung der Schauspiele wird es, wie mau mirsagte, hier erst recht lebhaft, indem sich nun Alles herzu-drängt, und in dem kleinen Garten auf - und abschiebt,sodann in den Salons, an kleinen Tischen sich versammelt,um Erfrischungen aller Art einzunehmen und sich in denprachtvollen Glaswänden zn spiegeln. Der Einlaß sollhier gewöhnlich unentgelvlich seyn, außer an den Fete« deFraseati, wo die Gartenerlcuchtung verdoppelt, und dasHaus auch äußerlich sehr artig illuminirt seyn soll. Esspielt alsdann ein großes Orchester und ein splendidesFeuerwerk mit einer Tvtalentzündung des Gartens be-schließt endlich den Abend des Festes. Man speist überall