295
Mr., t4 - antwortete mein armer deutscher Landsmann, »ä'uuevraie bonne foi allemaude.“
Der Eine meiner Reisegefährten ist, wie ich bereitsbemerkte, in Metz etablirt und sagte mir, daß keine vierreiche Häuser, d. h. die etwa 20,00V Fr. jährlich depen-sircn, daselbst seyen. Straßburg hat gewonnen durch dieRevolution, Metz verloren, denn sein Hauptglanz bestandin einer Garnison von 10-—12,000 Mann und reichenOsficicren... jetzt geht der Capitain in den öffentlichenKeller und trinkt sein Bier und ißt seine Wurst. Sonstherrschte mehr dignito in allen Verhältnissen und manspeiste zu Hause, wenn mau nichts anders harte.
Von Luxemburg nach Trier habe ich abermals eineTagrcise bezahlt mir 6FV. 6 Sons für die Person und fürBagage 3 Fr. — In Gravemachern, einem kleinen arti-gen Landstädtchcn, machten wir Mittag und kamen sehrzeitig in Trier an. Der Weg geht längs der Mosel hinund ist sehr hübsch. In einem Dorfe, eine dicke Stundevon Trier, ist ein heidnisches Monument, wie die Bauernsagten, am Wege — eine Art Triumphbogen. Im Cafezu Trier, das sich ganz angenehm präsentirk, oder eigent-lich nur zwei lange Straßen hat, ging ich in das naheCafe ä 4 Petermännchcn, deren 18 einen Fraiio machen,las den Beobachter, Cöln, 22. Juni, und ging sodannnach den römischen Ueberrcsten aus. Die interessantesteRuine ist vis-a-vis vpn dem Platze, wo meine aubergo:»La Marion rouge“ ist, das die Inschrift führt, die ichauch auf andern Häusern wieder fand: ®),jAute RomamTreviris stetit annis mille trecentis, perstet ot aeternapace fruatur. Amen!“ Es ist ein ansehnliches Gebäudeauf einer Anhöhe, gewöhnlich Kirche genannt, aber eher
*) Trier stand 1300 Jahre vor Roms Erbauung; es mögefortbestehe» und eines ewigen Friedens genießen!