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dem gegenwärtigen Augenblicke vor euch leibt und lebt;weil es ist lieblich anzuschauen, süßen Mund, freund-lich blickende Augen, hüpfende Glieder, Leib undLeben hat wie ihr, und seine Nerven mit den eurenTriller schlagen. Ihr wißt, daß ihr seine Zuneigungmit Naschereyen und Spiel erkauft, und genießet siedarum nicht minder mit herzlichem Wohlgefallen. Ihrtrauert nicht, zürnet nicht, wenn ein anderer mitglänzenderen Geschenken oder höherem Tanze es voneuch ablockt, und es euch dann nicht mehr mag, undeuch Bah! schilt; oder wenn es geradezu eurer müdewird, weil ihr feine Laune nicht langer unterhalten,seine Begierden nicht alle erfüllen konntet. Ich er-staune, daß die Bemerkung: wir Erwachseneseyen nur ältere Kinder, meistens, wo nicht im-mer, mit einer verachtenden bittern Miene, und zumBehuf der Lieblosigkeit angebracht worden ist; da siemir der zuverlässigste Lebensbalsam zu seyn scheint.
Ja! helle Wonne ist es, so die Menschen zu lie-ben; ohne Eitelkeit, ohne Ansprüche, eben mit lau-ter Liebe. Da geht alles so gerad und rein zumHerzen, und das Herz ist so mächtig. — O laßt, laßtnich nur,schweben im Limbus, bis ich vollendet werde!