mit dem noch gefaltenen Einschlüsse. Es waren DeineBriefe vom i8ten und soten. Zn demselben Augen-blicke standen wir auch schon dicht beysammen, ummit einander zuerst den Brief an Clerdon zu lesen. Dasielen mir, als wären sie mit anderer Dinte geschrie-ben, gleich die Worte in die Augen: „Clärchentrafeine Saite, die bebte lange!" — Du kannstDir vorstellen, wie das auf mich zurück wirkte. Undwas nun folgte; und weiter, weiter bis ans Ende.Mir bauchte, ich wäre in meinem Leben so nicht er-schüttert worden. Und doch ergriff mich der melancho-lische Gesang in dem Briefe an Amalia noch mehr.Dasselbe wiederfuhr Amalien und auch Clerdon.
Ach, die liebe M e l i! . . . Du hättest sie sehen,sie hören sollen! Wie ich da wieder fühlte, daß ich ne-ben ihr doch so gar Nichts bin. In allem ist sie soganz, mit Sinnen, Herz und Geist; und herrschtwieder über alles, man weiß nicht durch welcheKraft. Mir konnte Gott kein größeres Zeichen ge-ben, als ich eins an diesem wunderbaren Weibe habe.
Und nun begreife, warum mein Brief so zerknit-tert aussieht. Nachdem wir Deine Briefe gelesen hat-ten , und während wir darüber sprachen, schien es mir