Band 
Erster Band.
Seite
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Tante nenne. Ich nahm kleine Geschenke für ihreTöchter mit. Der alte Justitzrath erschien auch. Allewaren so freundlich, so gut; und da gab die Tantenachher dem Bedienten noch ein Körbchen Gebackenesfür mich mit. Ich blieb bis acht Uhr, und verweiltegern. Alles ist so aufgedeckt bey diesen Leuten; mankann nicht sagen, daß sie offenherzig sind — dennda ist nichts, das sich möchte verbergen wollen —aber treuherzig sind sie. Ich konnte da so anstrei-chen mit meinen Gefühlen; mir wurde vertraulich undwohl.

Ich habe eine Zeit her auch viel mit einer Kran-ken zu thun gehabt. Die Waldbeck — Du wirstDich ihrer und ihres rechtschaffenen Mannes, und derSchaar wohlgezogener Kinder in dem Hause noch er-innern — die lag am Tode. Es half diesen schwerBekümmerten sehr, daß sie mich unter sich hatten.Wie sie mir halsen, das ahndete keinem. Es ist sosüß in dergleichen Theilnehmung hineingezogen zu wer-den; so süß, das willige Werkzeug zu seyn, hinterwelchem Gott oder ein Engel sich verbirgt.

Die Waldbeck genest. Und soll ich es Dir sagen,liebe Amalia, wie mir nun von dem allen ist? —