Band 
Erster Band.
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Heute Morgen, wie ich so in meinem Zimmerauf und niederging, und ich hinblickte, öfter hinblickteauf die Antigone, die Clerdon zu meinem Geburts-tage für mich übersetzte, und seine andere Uebersetzung,mir zu Liebe, von Xenophons Gastmahl — diesezwey Hefte, die mir da immer müssen liegen bleibenan der angewiesenen Stelle auf dem Sessel neben mei-nem Schreibtische, und sie einnehmen, als wäre es et-was Liebes, das Leib und Seele hätte, und das ichso gern diesen Platz da einnehmen sähe — wie das im-mer wiederkam, mich stärker bewegte, fast Erschei-nung wurde — empörte michs zuletzt; ich gab mirVerweise, ernstliche Verweise, die mich zum Weinenbrachten . . .

So ist es! — So, daß unter allen den Be-klemmungen, die ich erfahre, mein Herz nur immerregsamer, an sich ziehender, sehnender und strebenderwird. Zeder Tropfen Blut in mir scheint seine Bewe-gung nur davon zu haben, daß meine Seele dieses da,gerade dieses jetzt anschaut; es so anschaut, gerade so,daß dieses Gefühl, dieses und kein anderes darausentspringt; dieses Gefühl, das lebendige, setzt alleinmein Herz in Bewegung; davon schlägt es; es schlüge