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oder Glaube ehrwürdig geworden ist. Sie urtheilenund handeln, ohne Furcht und Zweifel.
Wir alle, wenn wir die höchste Versicherung ge-ben wollen, sagen: das ist so gewiß, als ich jetzt vorIhnen stehe, mit Ihnen rede, diese Feder in der Handhabe: und es ist nur feyerlicher, oder soll noch mehrbedeuten, wenn wir statt dessen sagen: so wahr einGott im Himmel lebt; oder: so wahr ich seligzu werden hoffe. Hier nimmt alle Wahrheit undTreue ihren Anfang, wo auch die eigentliche ge-sunde Vernunft zu Hause ist. Wunderlich ist miroft zu Muthe gewesen, wenn ich unter Leuten von dergroßen und ganz großen Welt, auch unter großenGeistern mich befand, und zusah, welche Gewalt sie,unter Umständen, nichtswürdiger Dinge wegen, übersich selbst hatten und behielten, und in welcher scheuß-lichen Ohnmacht sie unter andern Umständen da lagen,ohne Gram und Scham. So zu seyn, dazu wurdeihre Phantasie von Jugend ausgebildet, oder spä-terhin verzerrt. Nun diese Menschen, mit allem ih-rem Glänze, hingestellt neben einen bideren, festen,überall treuen Mann, wie Waldb eck; jener innereWirthschaft verglichen mit der inneren Wirthschaft von