Band 
Erster Band.
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diesem: wen schaudert nicht bey dem Contrast? Hier,in stetem Gange, ein fortgesetztes Leben der Zucht:Muth, Freudigkeit, Standhaftigkeit und Würde.Dort, im trüben Taumel, ein ewig gestörtes, zer-brochenes Leben der Un-zucht: Feigheit, Unlust,Wankelmuth und Selbstverachtung.

Es hatte sieben geschlagen, ehe wirs uns versa-hen. Der Arzt kam mit Verweisen über das zu langeAufsitzen der Kranken. Wir brachten sie zur Ruhe,und ich blieb noch eine Stunde bey dem lieben Weibean dem Bette sitzen, mich beynah vergessend im süßenGeschwätz mit den drey Mädchen, die mich allmählichganz umklammert hatten. Unterdessen war die Mut-ter eingeschlummert. Wir schlichen fort nach dem Saal,wo mein Mantel und mein Arbeitsbeutel lagen. Dasahen wir, hinter Wolken, den Mond gerade vor demmittleren Fenster stehen. Waldbecks Saal hat eine ent-zückende Aussicht, besonders wegen der Donau, dienahe daran vorbeyfließt, und zur rechten Hand herun-ter kommt, so weit her, daß man nicht unterscheidenkann, von welcher Seite oben. Mit gleicher Bewe-gung flogen wir zum offen stehenden Fenster, und blie-ben da lange, lange. Ich sah den ziehenden Wölkchen