Band 
Erster Band.
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ichs da fand in Deinem Briefe, däuchte mir, ich hörtees zum erstenmal, und mir würde eine Krone aufge-setzt. Es war gerade um diese Zahrszeit, da ich mei-neu Gustav unter meinem Herzen zuerst sich regenfühlte. Daß ers so gut traf mit seinem Erwachen,wie mich das für ihn freute! Du hattest damals nochkeinen Gatten, warst noch nicht meine Schwester. Ichwählte mir eine; sie wählte mich. O der Zärtlichkeit,mit der ich der ganzen Natur mich anherzte; und dieGute! wie fies aufnahm, den vertraulichen Schwe-stergruß mit Händedruck und Küssen mir erwiederte!Ich ging an ihrer Hand, wie ein Kind, das manmitnimmt, und zudem man sagt: Komm, wir wol-len dieses oder jenes thun, Du sollst helfen!

Das Entfalten der Blüthen, das SprossenderBlätter und Zweige — es geschah nicht ohne mich;ich half, war dabey geschäftig: so fühlte ichs. Unddie Vöglein alle, wie sie auf den Bäumen um michher sich versammelten, so vielerley Art; wie sie zwit-scherten , sangen, flatterten und flogen; ihre Nester-chen anlegten und bauten: so ganz anders noch, wiesonst, war ich dabey mit Augen, Ohren, Theilneh-mung und Sorge. Wo nur Lust sich regte, wo es ir-