Band 
Erster Band.
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seyn, sich als eine Kraft in uns beweisen sollen, erstdie Natur des Voru rtheil s annehmen oder wiedererhalten, eine persönliche Meinung oder Fer-tigkeit in uns werden müßen, ist eine alte Bemer-kung. — Weiter!

„Von dem was Allen scheint, behaupten„wir, daß es ist" — lehrt Aristoteles. Der Menschkann nicht erfahren, was die Dinge außer seinen Vor-stellungen seyn mögen; er kann nicht herausgehen ausseinen Wahrnehmungen und Urtheilen, und Gegen-stände prüfen außerhalb seinem Verstände, sich selbstaußerhalb sich selbst berichtigen, sich erleuchten mit ei-ner Wahrheit, die er nicht verstehen würde. Darumist überhaupt jedem Menschen seine Meinung, mitRecht, die Wahrheit; und er behauptet sie mit Recht,weil die Wahrheit jedes Menschen sein Leben ist.

Daß jeder Mensch in dem, was ihmWahrheit ist, sein Leben hat, hierin hat dieGewalt der Meinung ihren Ursprung.

Durch Anregung von außen, durch Wahrneh-mung in Empfindungen und Gefühlen, gelangt dieSeele in sich erst zum Leben. Die leere Seele wäre