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geurtheilt, nach denen alles bestimmt wird. Da aberBegriffe nur vermittelst der, mit ihnen verknüpften,Zeichen festgehalten, fortgeleitet, ausgebreitet werdenkönnen; so sind die Zeichen von Natur im Besitz einesgefährlichen Einflusses, der sich vermehrt, so wiesleselbst sich vermehren und immer willkührlicherwerden. Allmählig gewinnen sie die Oberhand; Wortegelten für Begriffe, es entsteht eine Fertigkeit zu den-ken ohne zu verstehen, und eben so zu wünschen undzu wollen; eine Fertigkeit der willkührlich-sten Verknüpfungen im ganzen Gebiete desDenkens und Begehrens.
Eine Rcgierungskunst der Zeichen und Wortewürde die größte und wichtigste der Künste seyn; dennalle Empfindungen, Urtheile, Meinungen und Lei-denschaften der Menschen, ihr Haß und ihre Liebe han-gen nothwendig an diesen Fäden, werden damit zu-sammen, auseinander, dann wieder anders zusammengezogen auf eine unendlich mannigfaltige Weise. Wemist es unbekannt, daß Menschen an Zeichen, an äußer-lichen Gebrauchen, an einem Worte, wie an ihremLeben hängen?
Jedes Zeichen aber bezieht sich nothwendig doch