Band 
Erster Band.
Seite
327
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§27

An Mariane ....

r Jul. 1775-'

Ach genieße heute Morgen einer ganz besondern Hei-terkeit der Seele, und freue mich, daß ich diese glück-lichen Momente einer Unterhaltung mit Ihnen widmenkann.

Lassen Sie mich, beste Freundin, an den „Rei«ßerh'aufen^, den Sie mir andeuten, geradezu dieFackel tragen. Warum schöben wir es auf« ihn anzu-zünden? Das Holz könnte feucht und faul werden undhernach nicht mehr brennen wollen; so bliebe der sper-rende Haufen stehen.

Davon ist zwischen uns die Frage, was wir ein-ander waren, jetzt einander sind, künftig einanderseyn werden.

Jede Verbindung unter Menschen gründet sichdarauf, daß sie alle verschiedentlich begabt, gegenseitigvermögend und dürftig sind, keiner Alles besitzt. Dieseebenmäßige Abhängigkeit, Armuth und Reichthumauf beyden Seiten ist, wie schon Platon lehrte, die