Was wir uns einbilden von der möglichen, was wiretwa gar nur blindlings davon glauben, daran ist we-nig gelegen, so allgemein auch das Gegentheil, widerdie Erfahrung, angenommen wird. Will ich nun edleNeigungen hervorbringen, so muß ich edle Gegenständehaben, die ich zeigen und womit ich sie bewirken kann;denn wir wissen doch am Ende weiter nichts als unsereVorstellungen zu denken, und wo kein Gegenstand,da ist gar nichts. Habe ich die Gegenstände der edlerenEmpfindungen nicht, oder weiß ich die moralischenGläser nicht zu schleifen für denjenigen, der jene Ge-genstände mit bloßen Augen zu sehen nicht vermag, soist alle andere Mühe vergeblich. Aber eben so im Ge-gensatze auch alle Sorge eitel, daß ich am Menschen jeetwas verderben werde, so lange ich seine Sinne, feinHerz, seinen Geschmack nicht von den edleren Gegen-ständen ab auf die niedrigeren lenke, oder Lüste gegendie Tugend empöre und sie herrschend mache. Dieses,sollte Dieses wohl von mir geschehen, Jenes unter-lassen worden seyn? Selbst mein Wildfang, mein All-will, ist weit davon entfernt, „der Ausschweifung derBegierden in Wollust " das Wort zu reden. So wieer ist, kann er vielleicht dem Scharfrichter in die Hände
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