Band 
Erster Band.
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und uns inüde arbeiten, damit wir mit Grund derWahrheit zum Abendscgen sagen können: Wie wohlwirds thun!

Die Pflicht der Selbstverläugnung wird mir injeder Kleinigkeit schwer. Ich habe hier kaum einenLaut über mein jüngstes Kind (*) gehört, desto sanf-ter und schmeichelhafter fühlte ich das Zeugniß dreyerentfernter Zeugen, wie Balsam für mein mattesHaupt — bis zu einer kleinen wollüstigen Betäubung,die einem Schwindel ähnlich war.

Den iten d. erhielt ein hiesiger Freund aus Ber-lin einen Brief, in dem man mir die bittersten Bor-würfe machte wegen S. 71, meinen alten FreundMendelssohn so abgeschmackt und schwärmerisch derAtheisterey beschuldigt zu haben. Ungeachtet ich michfast deutlich erinnern konnte, mit einer geheimen Ahn-dung und Selbstkampf diese Stelle geschrieben zu haben,und die Wahrheit nicht auf me in eigenes, sondernJohannis Zeugniß beruht: so bleiben doch meineGedanken auf diesen Punkt geheftet. Ihr herzlicherBrief hatte so manche Saiten meines Gemüths so in- ^

(*) Golgatha und Scheblimini.