I'o 1 ) 6 , 01- not ro 1 ) 6 ? Hiat 18 rlie Ouesüoii— Seyn ist freylich das Ein und Alles jedesDings. Aber das r-o der alten Metaphysik hatsich leider! in ein Ideal der reinen Vernunft verwan-delt, dessen Seyn und Nichtseyn von ihr nicht ausgemachtwerden kann. Ursprüngliches Seyn ist Wahr-heit, mitgetheiltes ist Gnade. Nichtseyn, einMangel, auch wohl ein Schein von beyden, über des-sen mannigfaltiges Nichts sich Einheit und Mittelpunktaus dem Gesicht verliert. So ging es Spinoza undvielleicht Lessing.
Die Metaphysik hat ihre Schul - und Hofsprache;beyde sind mir verdächtig, und ich bin weder im Stan-de sie zu verstehen, noch selbst mich ihrer zu bedienen.Daher ich beynahe vermuthe, daß unsere ganze Philo-sophie mehr aus Sprache als Vernunft besteht, unddie Mißverständnisse unzähliger Wörter, die Prosopo-pöien der willkührlichsten Abstractionen, die Antithesen
ja selbst die gemeinstenRedesiguren des seosos commnnis haben eine ganzeWelt von Fragen hervorgebracht, die eben mit so we-nig Grund aufgeworfen, als beantwortet worden. Esfehlt uns also noch immer an einer Grammatik der