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wendig besteht, weder ein vernünftiges Daseyn er-fahren, noch irgend menschlich handeln können.
Das Wesen vernünftiger Naturen, ihr Triebund eigenthümlicher Affect ist daher, aus dem Einzel-nen heraus zu gehen, und sich von Gattung zuGattung, immer höher, bis zum ersten Ursprungzu erheben; immer das gegenwärtige Daseyn aufzu-geben, im Hervorbringen eines höheren Daseyns.
Nun besteht aber alles Leben endlicher Naturenin der Empfindung eines Selbstes, und der Em-pfindung eines Andern, welches nicht das Selbstist; und da scheint es, als müßte es unmöglich seyn,daß wir das Fremde, von welchem sich das Selbstunterscheidet, anders als nur in Beziehung auf dasSelbst sollten schätzen — ungereimt, daß wir es so-gar höher achten, ihm das Selbst sollten nachsez,zen können. Und doch ereignet sich etwas bei demGefühl, welches wir Liebe nennen, das wir wenig-stens als eine Erscheinung dieses Ungereimten müssengelten lassen. Dieselbe Erscheinung stellt sich bei derTugend ein; bei jener nämlich, die zu allen Zeitenfür die Wahre gehalten wurde.
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