Band 
Sechster und letzter Band.
Seite
140
JPEG-Download
 

den, muß ergründet werden, was die Bestimmung

des Menschen, sein höchstes und letztes Ziel ist.

» *

*

Man erkennt den Weisen an der Wahl derZwecke, die er sich vorsetzt; den Klugen an derWahl der Mittel, um.zu seinen Zwecken (weisenoder unweisen) zu gelangen. Woran aber sind dieZwecke selbst zu erkennen? Soll die Wahl des Wei-sesten entscheiden, so können wir nicht sagen, wie ?eben gesagt worden, daß der Weise an seinem Zweckerkannt werde. — 8em^ar ickem. vsllo, ickemvolle. Aber welches ist dieses Eine und ebendasselbe,welches immer gewollt werden soll? — Es ist die 'Ehre Gottes.

* *

*

Kalte Ueberlegung ist sehr gut, wo nur der ver-hältnißmäßige Werth der Mittel, das Mehr oder We-niger ihrer Zulänglichkeit zu einem gegebenenZweck abgewogen werden soll. Bei der Wahl einesZweckes aber, wenn man sich diesen erst vorzusetzen,sich für ihn zu entschließen hat, ist es ein Anderes.

Das Vermögen vergleichender Erwägung will da nichtzureichen. — Kalt ist der Verstand, die Vernunft