aber eine zugleich erwärmende und erleuchtendeFlamme. Zur Wahl des besten und höchstenZweckes gehört Virtuosität, gehört jenePrudentiader Alten, die deswegen von ihnen zurersten der Kardinaltugenden gemacht wurde. Wernur ein Mann allein mit dem Verstände ist, der istein blos gemeiner Mann. Lio volo, sie jukeo,spricht die Vernunft, und hat über ihre Absichten dem
Verstände keine Rechenschaft zu geben.
* ' *
*
Es ist der Würde des Menschen gemäß, die Be-gierden in Unterwürfigkeit zu halten, sie zu beherr-schen. Das Gefühl der Würde liegt aber nicht in demBeherrschen als solchem, sondern in dem, wodurchbeherrscht wird; in dem Bewußtseyn einer höherenBestimmung. Der Mensch kennt ein höheres Gut,dieses siegt, nicht sein Wille.
* * *
Jede Aktivität setzt sich eine Passivität vor, jedeArbeit Genuß. — Aber jeder Genuß setzt ein Bedürf-niß voraus, und so wie dieses gestillt ist, hört derGenuß auf. Alle Lust ist nothwendig ver-gänglich.