Band 
Sechster und letzter Band.
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wir nennen es in uns das Selbst; außer unsGott; was aber in der Zeit ist, Natur oder dasVergängliche. Alles Vergängliche ist in einem Un-vergänglichen gegeben, und setzt es voraus, ödereswäre gar nicht. Wir leben dadurch, daß wir un-aufhörlich die Ewigkeit unterbrechen, einen Ansangund ein Ende setzen.

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Nichts erschreckt den Menschen so sehr, nichts ver-finstert so sehr seinen Geist, als wenn ihm Gott ausder Natur verschwindet, wenn Gott sein Angesichtvor ihm verbirgt, wenn Absicht, Weisheit und Gütenicht in der Natur zu herrschen scheinen, sondern nurblinde Nothwendigkeit oder dummes Ungefähr.

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Wie der Mensch instinktmäßig die Gesichtszüge,die Gebärden und Laute seiner'Mitmenschen auslegtund so zur Sprache gelangt; eben so instinktmäßiglegt er auch die Natur aus. Wie die Menschen sicheinander durch, von der Natur eingesetzte, nichtdurch sie selbst erst erfundene Ausdrücke ihres Innernursprünglich mittheilen und verstehen, so theilt Gottsich dem Menschengeschlecht mit, durch die Schöpfung.

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