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Aus der Natursprache von Mensch zu Mensch ent-springt eine künstliche, durch willkührliche Zeichen,und er kann diese Kunst so mißbrauchen, daß er sichdamit um die Absicht ihrer Einsetzung betrügt. Ebenso mit der Religion, die ihm in leere Gebrauche, zu-letzt in Jrreligion ausartet.
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Ohne Religion, wohin wollt ihr euch retten ineiner Welt voll Tod, voll Schmerzen, voll feindseligerLeidenschaften? Neid mit seinen Begleitern, Ver-läumdung und Schadenfreude fallen euch in jederLage an, sobald euch darin wohl zu werden anfängt,sobald ihr euch auf irgend eine Weise darin hervor-thut. Wohin ihr flieht, sind Ungerechtigkeit und Bos-heit die Stärkeren. Euch selbst seyd ihr ungetreu;ihr könnt keine Neigung, keinen Vorsatz, keinen be-lebenden und stärkenden Gedanken nach Willkühr fest-halten. Alle Kräfte und Mächte des Verstandes bie-tet ihr vergebens auf; der Verstand kann nurbearbeiten, sein überlegender Wille nur,was da ist, bald vereinigen, bald tren-nen. Welch ein Trost also, wenn der Geist sichnicht zu etwas Unwandelbarem, zu etwas Ewigem