Band 
Sechster und letzter Band.
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Sind nicht Verstand und Vernunft Organe einesund desselben Wesens? Allerdings. Durch das einebildet sich dem Menschen das Erschaffene, die Naturoder Creatur, durch das Andere der Schöpfer ein.In dem Bewußtseyn des Menschen, daß er Ge-schöpf, aber ein Gottesgeschöpfist, hangen Ver-stand und Vernunft in ihm zusammen. Die Mensch-heit wird zerstört durch die Trennung des einen vondem andern. Ohne Religion wird der Mensch einThier, ohne Menschheit ein Phantast.

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Das Bedürfniß, das zu seiner Erfüllung, d. h.zum Gefühl des Guten gelangen kann, ist keinUebel, sondern ein Reiz, der lebendig macht. Wiedie Bedürfnisse eines Wesens, so das Wesen selbstund der Werth seines Lebens.

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Das Schöne, Gute und Wahre in der zweitenund dritten Abschattung, im Begriffe, im Wortehalten wir für etwas Höheres, als seine leibhafteDarstellung im Einzelnen und Besonderen, wo dochetwas aus dem Schönen, Guten und Wahren wirk-lich ist. Wir verwechseln das abstrahirte Gemein-