«^crr Herder hat für nöthig erachtet, ehe er sich andie Auflösung der akademischen Aufgabe, welche seinHauptgegenstand ist, wagte, durch vorläufige Berichti-gung einer andern, die er in seinem Wege liegen fand, sichgleichsam die Bahn zu eröffnen. Diese war: Zu Fest-setzung des Unterschieds zwischen Thier und Mensch,eine genetische Erklärung der den verschiedenen Thier-gattungen angebornen Kunstfertigkeiten und Kunsttriebezu finden.
Herr Herder spricht S.ZO: „Da die Menschen für„uns die einzigen Sprachzeschöpfe sind, die wir kennen,„und sich eben durch Sprache von allen Thieren unter-scheiden: wo singe der Weg der Untersuchung sicherer„an, als bei Erfahrungen über den Unterschied der„Thiere und Menschen? — Londillac und Rousseau„mußten über den Sprachursprung irren, weil sie sich„über diesen Unterschied so bekannt und verschieden irr-„tcn: da jener die Thiere zu Menschen, und dieser die„Menschen zu Thieren machte." Und auf der folgen-den Seile: „So wie die Erklärung der Kunsttriebe bis-her den meisten mißglückt ist, so hat auch die wahre„Ursache von der Entbehrung dieser Kunsttriebe in der