liche Verwandlung seiner Gestalt, Sinne und Organe,und auf die daraus entstehenden, seiner gegenwärtigen iBeschaffenheit ganz entgegengesetzten neuen Bedürfnisse,künstlicher Weise abzuzielen. — Ich überlasse meinenLesern zu urtheilen, ob ihnen hiedurch etwas von demInstinkt des Blattwicklers erklärt werde? Was michbetrifft, ich gehe dabei ganz Erkenntnißleer aus. I
Die Raupe, welche wir so eben betrachtet haben,ist lange nicht das wunderbarste Insekt. Man erinneresich nur der Biene, der Mauerwespe, der Laubmotte,der Spinne, des Ameislöwen und einer Menge ähnlicherThierarten. Alle machen die angemessensten Anstaltenzur Erreichung gewisser Zwecke, zu deren Vorhersehungkein uns bekanntes weder sinnliches noch vernünftiges Ver-mögen hinreicht. Der Ameislöwe, die Spinne, habendie Insekten, die ihnen zur Nahrung bestimmt sind, noch ^Nicht gesehen, sie wissen nichts von ihren innerlichen undäußerlichen Beschaffenheiten; dennoch richten sie ihreRaubncster diesen Beschaffenheiten gemäß ein, stellensich am rechten Ort auf die Hut, und bemächtigen sichihres Fangs auf die geschickteste Weise. — Der Wurm,woraus der weibliche Hirschkäfer entsteht, gräbt sichvor seiner Verwandlung eine Höhle nach seiner Länge,der männliche aber eine zweimal so lange, sonst wür-den dereinst seine Hörner sich nicht entfalten können. — tDie Laubmotte, da sie, wenn sie sich ihr Kleid verfer-tiget, noch nicht ausgewachsen ist, schlägt ein StückZeug ein, damit sie ihre Hülle bis zu dem Grade der