mehr verehrt: denn Ehre und Despotismus laufen ebenso sehr wider einander, als Verbrechen und Tugend."
Die hier geäußerte Meinung hat alle Geschichten zurStütze, und der Hr. v. P... hätte sich kühn daraufberufen können, daß das lehnförmige Regiment, trotzaller seiner scheußlichen Gebrechen, der damit behaftetenGesellschaft nie diejenige Federkraft ganz benommenhat, welche den Menschen empor schwingt: dahingegenunter allen despotischen Regierungen der Mensch immerschlechter wird. Von letzteren giebt unter andern Col-chis ein merkwürdiges Beispiel:
„ Der äußerste Grad des Despotismus," sagt unserVerfasser*), „hat die Einwohner von Colch is in daswilde Leben zurück gestürzt; und mir ist keine andre Ur-sache bekannt, die vermögend wäre, ein schon poliziertesVolk wieder zu Wilden zu machen, als Despotismus :denn die berüchtigte schwarze Pest, und alle Verwüstun-gen der Hunnen,haben in Europa nichts ähnlicheshervorbringen können."
„Das große Stück, welches ich Ihnen aus demersten Theile der Untersuchungen über die Aegyptier undChineser übersetzt habe, ist eines der beredtesten im gan-zen Werke: Sie werden aber keine Spur von Dekla-mation darin entdecken. Und so ist die Schreibart desHrn. v. P... durchgehcnds: natürlich, ungeschminkt;aber deutlich, lebhaft und körnig. Da sind keine ausmetaphorischem Dunst gebildete Phantome, die in Ne-bel zerfließen, wenn man sie haschen will; keine Zau-