Band 
Sechster und letzter Band.
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ben und Memphis ihnen jemals widersprochenhätten.

Da zwei Ketten parallel laufender Gebirge die Uferdes Nils einschließen, so hat die Luft dort keinenfreien Umlauf: die Hitze ist entsetzlich; und selbst derWind, wenn er nicht aus Norden kömmt, brennend.Die in Stillstand gerathenen Gewässer faulen schnell-Diese Ursachen zusammen genommen erzeugen sehr grau-same Krankheiten, worunter das Augenweh, die Pestund der Aussatz die bekanntesten sind. Um diesenUebeln zu begegnen, hatten die alten Einwohner Ae-gyptens eine ganz^ besondere Lebensart erfunden,welche unser Verfasser ihre diätctischeAnordnung nennt,und derselben wesentlichste Theile ausführlich abhandelt.

Die Aegypticr waren fast alle der Vorzüge, welchedie körperliche Schönheit ausmachen, beraubt. Ihrernsthafter und finsterer Charakter artete leicht in Merlancholie aus, welches zusammen einen sehr merklichenEinfluß in ihre Gesetze, ihre Ueligion und Gebräuchegehabt hat. Der Hr, v- P.,, führt viele merkwürdigeFacta gegen die durch denHerodotus, DiodorusSiculus und Mela erzeugre Meinung von demunumschränkten Ansehen oder der zügellosen Freiheit,welche die ägyptischen Weiber genossen, an. Wasman hierüber in den angeführten Schriftstellern liest,betrifft vermuthlich nur die Sitten des damaligen Pö-bels. Aus dem, was wir von der Lebensart und denGebräuchen der vornehmern Aegypticr wissen, läßt sichvermuthen, daß ihre Weiber, wie bei den übrigen