Band 
Sechster und letzter Band.
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Einförmigkeit geherrscht, leitet der Hr. v. P... Haupt- ft

sachlich aus ihrem symbolischen Gottesdienste und ihren g

damit zusammenstimmenden bürgerlichen Anordnungen 6

her. „Die Mythologie der Aegyptier, sagt er, scheint h

aus Speculationen gegründet gewesen zu seyn, welche lc

den bildenden Künsten keinen fruchtbaren Stoff darbe- d

ten. Ihre Maler und Bildhauer hatten lauter räthsel- g

hafte, geheimnißvolle Süjets zu bearbeiten, worin n

wenige Geschöpfe ihre natürliche Gestalt behalten durft a

ten; die wirklichen Dinge mußten dccomponirt, und n

die Ungeheuer vervielfältigt werden: so geschah es, daß si

man die Natur nicht mehr zu Rathe zog, um die Feh- b

ler der Zeichnung zu verbessern, und ihre Rauhigkeit zumildern. Man zeichnete, ohne Urbild, fantastischeGestalten, welche einer von der unsrigen ganz verschie- d

denen Welt anzugehören schienen*). „Ferner ist zu si

bemerken, daß die ägyptischen Künstler in besonderer 0

Abhängigkeit von den Priestern standen, welche dafür g

zu sorgen hatten, daß der Sinn der allegorischen Figu- 8

ren nicht verloren gehe; und also jede willkührliche d

Neuerung in derselben Abbildungen verhindern mußten. ^

Diese Furcht vor Irrungen, welche mit der Zeit unver- k

weidlich geworden wären, legte den Künstlern den s

Zwang auf, immerwährend nur eine kleine Anzahl ^

gegebner Modelle zu bearbeiten. s

Mit den angeführten Ursachen lassen sich aber nicht d

alle Mängel der ägyptischen Kunstwerke entschuldigen, i

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