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Einförmigkeit geherrscht, leitet der Hr. v. P... Haupt- ft
sachlich aus ihrem symbolischen Gottesdienste und ihren g
damit zusammenstimmenden bürgerlichen Anordnungen 6
her. „Die Mythologie der Aegyptier, sagt er, scheint h
aus Speculationen gegründet gewesen zu seyn, welche lc
den bildenden Künsten keinen fruchtbaren Stoff darbe- d
ten. Ihre Maler und Bildhauer hatten lauter räthsel- g
hafte, geheimnißvolle Süjets zu bearbeiten, worin n
wenige Geschöpfe ihre natürliche Gestalt behalten durft a
ten; die wirklichen Dinge mußten dccomponirt, und n
die Ungeheuer vervielfältigt werden: so geschah es, daß si
man die Natur nicht mehr zu Rathe zog, um die Feh- b
ler der Zeichnung zu verbessern, und ihre Rauhigkeit zumildern. Man zeichnete, ohne Urbild, fantastischeGestalten, welche einer von der unsrigen ganz verschie- d
denen Welt anzugehören schienen*). „Ferner ist zu si
bemerken, daß die ägyptischen Künstler in besonderer 0
Abhängigkeit von den Priestern standen, welche dafür g
zu sorgen hatten, daß der Sinn der allegorischen Figu- 8
ren nicht verloren gehe; und also jede willkührliche d
Neuerung in derselben Abbildungen verhindern mußten. ^
Diese Furcht vor Irrungen, welche mit der Zeit unver- k
weidlich geworden wären, legte den Künstlern den s
Zwang auf, immerwährend nur eine kleine Anzahl ^
gegebner Modelle zu bearbeiten. s
Mit den angeführten Ursachen lassen sich aber nicht d
alle Mängel der ägyptischen Kunstwerke entschuldigen, i
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