Band 
Sechster und letzter Band.
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folge dieses Rechts haben die Ptolomaer, welchemacedonischen Ursprungs waren, vielfältig ihre Schwe-stern geheirathet, ohne daß sich daher in ihrem Ge-schlecht eine physische Ausartung hatte verspüren lasten-

Obgleich die Aegyptier in verschiedene Zünfte, dergewöhnlichen Vermuthung nach, 12 an der Zahl, ver-theilt waren; so machten sie in der That doch nur 3 ab-gesonderte politische Körper aus: nämlich das Volk,die Soldaten und die Priester, in den Händen der letz-tem waren alle obrigkeitliche Würden, und sie standenden wichtigsten Regierungsgeschäften vor. Die Cleri-sei der alten Aegyptier kann daher mit keiner Cleriseiirgend eines europäischen Staats verglichen werden,woselbst die Geistlichen gar keine Verrichtungen derbürgerlichen Obrigkeit thun. Gewissermaßen warendie ägyptischen Priester das, was man in der Türkeidie Gesetzkundigen nennt, aus welchen man ohne Unser«schied Cadis und Jmans wählt.

Da weder die Priester noch die Kriegsleute sich mitmechanischen Arbeiten beschäftigten, so wurden dieseinsgesammt von den übrigen Zünften verrichtet; daßaber die Künsteln den Familien zugleich erblich gewesen,wird von unserm Verfasser bezweifelt, welcher ganzandre Ursachen von dem geringen Fortgange der Maler-Bildhauer- und Steinschneiderkunst bei den Aegyptier»angiebt.

Daß die Aegyptier nie beträchtliche Aenderungen,weder in der Theorie noch in der Ausübung ihrer Künstevorgenommen, und in allen ihren Werken eine so große