Band 
Sechster und letzter Band.
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Verbindung stehen, und gleichsam nur eine einzigeMasse mit ihnen ausmachen, scheinen mir das Räthselvon dem großen Ansehen, worin so viele Jahrhundertedurch die Verschnittenen in China gestanden, und dieungeheuere Anzahl, wozu sie daselbst angewachsen, soziemlich zu erklären.

Der Despot, sagte ich, will ganz unabhängig seyn:er will aber nicht nur über alles Gewalt, er will auchzu allem eine Art von Recht haben. Je ähnlicher dieUnterwürfigkeit, die man ihm bezeigt, einer Pflichtsieht, je angenehmer ist sie ihm, und der ärgste Sklaveist ihm der würdigste Mann. Den Anfang dieser Sin-nesart bemerken wir schon in den ersten römischen Im-peratoren, welche nach dem Ausdruck eines neuernSchriftstellers, „entweder aus Trägheit eine Wahl zutreffen, oder aus der Gewohnheit sich leiten zu lassen,oder aus dem Zutrauen, welches sich eine von Tag zuTage fortgesetzte Niederträchtigkeit erwirbt, oder umihre Gewalt nicht Leuten, die sie zu fürchten Ursachehatten, anzuvertrauen, oder aus dem heimlichen Stolz,den ein Despot empfindet, seine Sklaven anbeten zumachen, fast immer ihre Minister aus ihren Freigelas-senen erwählten." Bald nachher gelangten an eben'diesemrömischen Hofe die Verschnittenen zur höchstenGunst , und einer fast unumschränkten Gewalt: es wäreauch der Natur der Dinge zuwider, wenn ein Despotdiese Gattung Halbmenschen nicht allen übrigen vor-ziehen sollte- Sogar den edlen, muthigen und weisenCyrus läßt Lenophvn alle seine Hofbedienungen an