Band 
Sechster und letzter Band.
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Verschnittene geben, und ihn eine lange Rede zum Lobedieser Elenden, und zur Vertheidigung der Fürsten,welche denselben ihr ganzes Vertrauen und die ansehn-lichsten Ehrenstellen ertheilen, halten. Unter wie vie-lerlei, minder oder mehr, ungeheuren Gestalten dieserGebrauch von jeher in den südlichen Landern geherrscht,ist in den dahin gehörigen Geschichten und Beschreibun-gen nachzusehen. Was die Chineser betrifft, da diesel-ben äußerst eifersüchtig sind, und viele Beischläferinnenhalten, auch die Castration bei ihnen nicht, wie in derTürkei und in Persien, durch göttliche und menschlicheGesetze untersagt ist, und die Väter kein Bedenken tra-gen, ihre Kinder nicht nur zu Sklaven zu verkaufen,sondern sogar häufig zu ermorden: so ist kein Wunder,daß die Menge der Entmannten unter ihnen sehr großward. Als nun die vornehmsten Verschnittenen desPallastes unter einigen wollüstigen, tragen und schwach-sinnigen Kaisern zu den höchsten Ehrenstellen gelangten,so suchten sie, mit gutem Grunde, immer mehr Bedie-nungen in die Hände ihres Gleichen zu bringen, bisendlich alle obrigkeitliche Personen lauter Verschnittenewaren. Eine solche Revolution machte sich in China,wo die Verschnittenen in großer Menge und lauter Ein-heimische waren, eben so leicht, als sie in etwa einemandern despotischen Staate Asiens, wo man diese Elen-den mit großen Kosten, und in weit geringerer Menge,aus fremden Ländern herholet, unmöglich gewesen seynwürde. Und nachdem das chinesische Reich nun einmalein Raub dieser Sklaven geworden, so war es nachher

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