Band 
Sechster und letzter Band.
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und Lieder. Ferner zöge man eine Menge von allenGattungen derjenigen Bilder, welche in den verschiede-nen Gegenden von Europa der Andacht gewidmet gewe-sen, aus dem Schutt hervor. Man fände unter derErde, fast unversehrt, ganze Kirchen mit ihren Altären,Statuen, Gemälden, Geräthen und Reliquienschätzen:und nun machten die Philosophen sich auf, und suchtendie Religion der alten Europäer in ein Ganzes zu ord-nen. — Wem die Gabe nachzudenken nicht ganz ver-sagt ist, der denke hier nach und entscheide, ob diesePhilosophen, alle der Leitfäden, die ich ihnen übriggelassen, ungeachtet, wohl die göttliche und vernünf-tige Religion der Christen, so wie sie in den aufgeklärtenKöpfen unter ihnen existirt, entdecken würden. Gewißwürden viele mit dem Scharfsinn eines Bayle unterihnen auftreten, welcher von den Polytheisten aus demHesiodus, dem Homer, und den zerstreuten Nach-richten ihrer gottesdienstlichcn Gebräuche bewies, daßsie auch nicht den mindesten erträglichen Begriff von derGottheit gehabt; daß ihre Religion, anstatt eine Trieb-feder guter Handlungen zu seyn, zur Verwüstung allerMoralität abgezielt, kurz, daß sie schlimmer, als selbstder Atheismus gewesen: — viele Sophisten, behaupteich, würden auftreten, und gegen unser theologischesSystem ähnliche Lästerungen erklügeln. An Schein-gründen hätten sie keinen Mangel. Was fänden sienicht alles in der Geschichte unserer Mißbräuche undIrrthümer, denen sie ihre rechte Stelle anzuweisennicht im Stande seyn würden; in den Nachrichten ver-