Band 
Sechster und letzter Band.
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Gesetzt auch, eine Gesellschaft sollte in Ermangelungsolcher Verordnungen, die verlangte Manufaktur nie-mals erhalten, so würde sie doch deßwegen in keinemZeitraum ihrer Dauer nothwendig ärmer seyn. In je-dem Zeitraume ihrer Dauer hatten ihr ganzes Capitalund ihre ganze Industrie immer noch, obgleich mit an-dern Gegenständen, auf diejenige Art beschäftigt werdenkönnen, die ihr zu derselben Zeit am vortheilhaftestenwar. In jedem Zeitraume hätte ihr Einkommen sogroß seyn können, als ihr Capital nur immer gewährenkonnte, und sowohl das Capital, als das Einkommenhätten noch immer mit der größten möglichen Geschwin-digkeit zunehmen können.

Die natürlichen Vorzüge, die ein Land vor demandern im Hervorbringen gewisser Waaren zum Voraushat, sind bisweilen so groß, daß die ganze Welt zuge-steht, es würde vergeblich seyn, sich ihnen zu widersetzen.Mit Treibhäusern, Beeten und Mauern könnte manz. B. in Baiern gute Trauben erzielen, und aus den-selben auch guten Wein machen; nur kostete er unge-fähr dreißigmal so viel, als ein wenigstens eben so gu-ter Wein, der aus fremden Ländern eingeführt würde.Würde es aber nun ein vernünftiges Gesetz seyn, dasdie Einfuhr aller fremden Weine verböte, bloß um inBaiern die Cultur des Rhein- oder Mosel - Weins,des Champagners oder Burgunders zu begünsti-gen? Wenn es aber etwas offenbar ungereimtes seynwürde, dreißigmal mehr vom Capital und Fleiße eines