Band 
Sechster und letzter Band.
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eben so viel bedeute, als Gewalt leiden: dieses er-

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hellet aus dem Folgenden, wo unser Berfasser es geradeheraus und mit dürren Worten sagt: ^

Das Recht der Stärkeren sey, juro eUvino, diewahre Quelle aller obrigkeitlichen Gewalt* * ).

Sobald ein vermischter Haufen Menschen, sagtHerr Wieland "'), so klein oder groß er sey, sich durchirgend einen Zufall, in dem wilden, ordnungslosen Zu-stande, den man vulgo den Stand der Näturnennt, befindet, oder mit Gewalt sich selbst hinein-wirft, so wird der Stärkste das Oberhaupt derübrigen, nicht durch eine freie Wahl, sondernin Kraft der Natur selbst — weil er denMuth hat, sich dazu auszuwerfen,und die Kraft in sich fühlt, seinen Platz zubehaupten. . . ***). Kinder und Volker müs-sen regie-t werden, und zwar aus dem nämlichenGrunde. . . . Durch gemeinschaftliche Ueberlegungch)haben die Menschen noch nie etwas Vernünftiges zuStande gebracht; sondern nach einem unveränderlichenGesetze der Natur müssen sie immer von einem einzi-gen, der durch List oder Gewalt Meister über sie wird,sich bemaulkorbcn, und (gern oder ungern) ganz an-derswohin führen lasten, als wohin sie anfangs gehen

*) D. Merk. Nov. 1777. S. 1LS.

") Ebendas. S. 128.

*") Ebendas. S. 140.k) Ebendas.