Band 
Sechster und letzter Band.
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allein gegen Herrn Wieland aufzutreten, dessen Begriffedes Rechts, gerade wie er selbst in dem angeführtenAufsätze sie vorgetragen hat, ich hier gründlich zu unter-suchen, und die meinigen dagegen scharf und bieder aufdie Probe zu stellen Willens bin*).

Die Absicht des Herrn Wieland ist**), das gött-liche Recht — nicht der Könige und Monarchenausschließungsweise, sondern

der Obrigkeit überhaupt,oder derjenigen,

die Gewalt über uns haben, zu behaupten.

Daß hier nicht die Gewalt als eine Eigenschaft derobrigkeitlichen Würde, sondern die obrigkeitliche Würdeals eine Eigenschaft der Gewalt, als ihre Kreatur,zu betrachten sey; folglich eine Obrigkeit haben,

'*) 2ch erinnere mich nicht, irgendwo auch nur eine Anmer-kung gegen Herrn Wielands Aufsatz gelesen zu haben, außer inHerrn Höpfners Naturrccht, (Giessen 1780.) wo bei dem89. §. von der natürlichen Freiheit, gesagt wird: „ Die Grilleeines gewesenen PrinzcnhofmeisterS (Arist. ?olit. I.ib. I. cap. Z.)von Natursklaven, ist oft genug widerlegt worden, und es istzu verwundern, daß neulich in d. Merk. Nov. 1777. jemand siewieder hcrvorsuchen und vertheidigen mochte." — Aber die Mei-nung des Aristoteles ist von der Wahrheit und Natur langenicht so weit entfernt, als die Wielandische, wie ich in derFolge zu zeigen Gelegenheit haben werde; und ich weiß, baß einMann wie Höpfncr mir hierin beistimmen muß.

") D. Merk. Nov. 1777. S. 128.