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DritteFrage: *) „W oistderBeweis, daßdie ersten Könige und Obrigkeiten unterden Menschen erwählt worden?" '
Eben so wie Herr Wieland Gesetze und Rechte derNatur, physische und moralische Nothwendigkeit miteinander vermischt; eben so vermischt er auch überalldas Heerfl'ihrcramt mit dem obrigkeitlichen; Eine Gat-tung der Gewalt, mit jeder andern. Richter, Räu-ber, König und Rebell, alles ist ihm eben ljeb§ wennes nur den Meister zu spielen weiß.
Die Könige besonders genommen, so hatte gewißdasjenige Volk, welches zuerst einen König erhielt, in-dem es unterdrückt wurde, sich diesen König nicht er-wählt; aber diejenigen, an deren Spitze die Unter-drückung vor sich ging, waren unstreitig, wenigstensdem Ursprünge nach, freie Begleiter ihres Oberhaupts;sie hatten es erwählt. Das unglückselige Bild von demVolke, als einem Thiere, und von der Obrigkeit, alsdem natürlichen Herrn dieses Thiers, scheint die Ima-gination unsers Verfassers so sehr eingenommen zu ha-
vor, der über einem Feuer ins Kochen geräth. Nun wirft einereinen Löffel voll Weinstein, Zitronensaft, oder ein wenig Käl-bermagen hinein, und sogleich steht die Milch, und wird zuKäse, Die hinzugckommene Säure, oder derjenige, welcher siebesaß, war der Stärkere, folglich die Ursache des Käses, welchermit dem Sero den Unterschied der Stände abbildete u. s. w.
») D. Merk. Nov. 1777. S. 125.