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Allerdings, wie sollten sie es anfangen? Wennaber gleich die Menschen von Natur geneigter sind,ihren sinnlichen Trieben als ihrer Vernunft zugehorchen, sind sie darum ganz und gar unfähig,ihre Triebe der Vernunft zu unterwerfen (wiewohldie Vernunft unter den bewegenden Kräften desMenschen die schwächere, die Affekten hingegen diestärkeren sind:) unfähig, eine solche Unterwerfungals ihr wahres Bestes zu erkennen? Wäre nichtvielmehr, ohne jenen mächtigen Reiz der Begier-den , der Begriff von der Herrschaft der Vernunft einleeres albernes Hirngespinst?
Eben dieses gilt von dem bürgerlichen Regiment.Wenn die Menschen so beschaffen wären, daß sie keinerRegierung bedürften, oder, wie Herr Wieland sichauszudrücken beliebt, wenn sie sich selbst regieren könn-ten, so siele mit der Wirklichkeit auch alle Möglichkeiteines Regiments hinweg. Aber so wie sie beschaffensind, haben sie gerade so viel Verstand und so viel Un-verstand, als zu der Materie und zu der Form einergesetzlichen Einrichtung erfordert wird. Der Unverstand,um die Nothwendigkeit dazu hervorzubringen; und denVerstand, um diese Nothwendigkeit zu begreifen. Hätteder Mensch immer den besten Willen, so könnte er niemit Recht einen Zwang zu dulden haben. Aber weiler nicht immer den besten Willen hat, so kann er oftmit Recht gezwungen werden. Das Mittel, nurmit Recht gezwungen zu werden, ist dasjenige, waS