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wir eine Negieningsform zu nennen pflegen*). Diedamit verkuüpften Vorrtheile fallen in die Sinne, sodaß auch der Dümmste nicht an ihnen zweifelt. Warumalso sollte ein Volk sie nicht freiwillig suchen können,und woher sollte ihm das Recht versagt seyn, zu dendahin gehörigen Einrichtungen die Hand zu bieten?Aus der Wahrheit, daß die Menschen'sich nicht selbstregieren können, weil sie so weit entfernt sind, immerdie besten Einsichten und den besten Willen zu haben,folgen ganz andere Dinge, als uns Herr Wieland vor-zuspiegeln sucht. Es folgt aus derselben die Verdam-mung aller willkührlichen Gewalt - und eines jeden Ge-setzes, welches allen befiehlt, was nicht eines jedenoffenbarer Vortheil ist: kurz, alle Hirngespinste vcr-larvter Tyrannei; und alle jene kindische Anschlage, umdie Menschen durch Thorheit glücklicher zu machen, alssie es durch Weisheit seyn können. . . Unverletz-liches Eigenthum der Person, und freier Genuß des
*) Die Freiheit, sagt lVIonre-guieu, besteht nicht darin» daßman thun kann, was man will; sondern darin, daß man thunkann, was man vernünftiger Weise sollte, ohne gezwungen zuseyn, jemals etwas zu thun, was man nicht sollte. Freiheit undUngebundenheit sind wohl von einander zu unterscheiden. DieFreiheit besteht in dem Rechte, alles zu thun, was die Gesetzeerlauben. Wenn ein Mitglied der Gesellschaft thun könnte, wasdie Gesetze nicht erlauben, so wär' es selber ohne Freiheit, in-dem ein jedes von den übrigen Mitgliedern der Gesellschaft sichein gleiches herausnehmen könnte. Lrxr. lles I.oi'x, L,iv. XI.LÜiup, III.