Band 
Sechster und letzter Band.
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sich also ganz und gar nicht. Weil sie aber öfters beidezugleich schrieen, und ein jeder von ihnen zum Glücknichts hören konnte, als was er selbst gesagt hatte, soglaubte ein jeder seinen Gegner überzeugt zu haben.Sie waren mit einander zufrieden, und sür diesesmallief alles ohne Unglück ab. Einige Tage nachher feierteAutolykus den Geburtstag seines Enkels. Wir warenalle da, und Autolykus setzte, vielleicht aus Muthwil-len, der ihm aber übel genug bekam, bei Tische denChrysothemis und Kallikles neben einander. Der Streitsing bald wieder an. Alles ging gut, so lange sie sichnicht verstanden, und keiner von beiden, folglich, sei-nem Gegner mit dem Galimatias seiner Schulsprachezu nahe kam. Aber endlich fuhren, durch das ewigeSchreien und Wiederholen ihrer sogenannten Axiomen,einige Ideen in das Gehirn des andern. Du denkstvermuthlich, dieß sey ein Glück gewesen, und habe zurUeberzeugung führen müssen. Weit gefehlt, mein lie-ber Alexis; denn diese wenigen Ideen, welche eindran-gen, fanden in dem angefüllten und besetzten fremdenKopfe keine analogen oder befreundeten Ideen, mitdenen sie sich hatten verbinden und in eins zusammenfügen können. Diese neuen Ankömmlinge verwirrtenalso nur die andern, und brachten alles in Unordnungund Aufruhr. Kallikles, der zuerst in seinem Kopfaußerordentliche Bewegungen fühlte, griff dem Chry-sothemis mit der einen Hand in den Bart, und suchtemit den ausgestreckten Krallen der andern ihm ein Augeauszureißen. Zum guten Glücke hatte Chrysothemis eine