Band 
Sechster und letzter Band.
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niste ist, die nicht allgemein bekannt geworden sind. —Du kennst wahrscheinlich, dem Rufe nach, jenen Ar-chytas, der nicht allein, wie Homers Agamemnon, eingroßes Oberhaupt von Völkern, und ein großer Feldherrwar; sondern neben dem ein ganz vortrefflicher Phi-losoph?

Alexis.

Du meinst ohne Zweifel den Tarentincr, den be-rühmten Freund des Plato?

D i o k l e s.

Eben den. Dieser Archytas nun pflegte seinen nähe-ren Freunden zu erzählen, daß Ppthagoras, als er inPhönicicn auf Reisen war, sich nach Biblos begebenhabe, nicht sowohl, um daselbst die alten Trümmer die-ser berühmten, vvm Saturn gegründeten Stadt zu be-trachten; als um daselbst einen alten Priester des Ado-nis zu hören, der in der Wissenschaft der Gestirne sehrunterrichtet war, und den Ruf halte, daß er mehrwisse als die andern Menschen.

Er lehrte ihn die Geheimnisse des großen Adonis-Festes, das man jährlich in den Tagen feiert, wenn-der Fluß dieses Namens, der vom Berge Libanonkommt, und nahe bei Biblos ins Meer fallt, demMeere bis an die Küsten vom Delta eine Blutfarbe giebt,und welches die Aegypter und Assyrer mit bewunderns-würdiger Pracht feiern helfen. Er sagte ihm, daß alleJahre, an gewissen Tagen, der schöne Adonis auf demGebirge wieder erscheine, um sich da wie ehemals mitder Jagd zu erlustigen; daß alle Jahr ein ungeheurer