Band 
Sechster und letzter Band.
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hineinbringt? — Und die dritte, nach Deiner Mei-nung?

Alexis.

Du meinst: Poesie.

Diokles.

Ja; sie schmückt und bereichert die beiden an-dern , wenn Du meine Vergleichung richtig genugfindest.

Alexis.

Sie scheint mir richtig genug; dieß ist aber eineganz besondere Art, Begriffe zu verknüpfen.

Diokles.

Warum? — Hast Du eine andere, selbst in derGeometrie? — Auf der Insel Lemnos sieht man, bisin Macedonien hinein, den Berg Athos. Wenn Duim Sande ein kleines Dreieck beschreibst, und "es mit^mem^ andern, das ihm ähnlich ist, vergleichst,' soweißt Du ^>ie.Entfernung oder die Höhe des Berges.^Jst das ni^t die nämliche Art zu schließen? — DeineBergleichüng der Wahrheit mit der ganz nackten Liebes-^göttin^war nicht richtig; daher Dein Irrthum. Dieschöne Benus liebt Wohlanstandigkeit. Frage den Ho-mer, der sie kannte. Sie ließ sich von den Huldgöttin-nen schmücken^, und ihr Gürtel benahm ihr nichts vonihrer Macht. Besorge nickt, daß die Poesie etwas anDeiner Wahrheit verderbe.

Uebrigens wird die Poesie nicht ohne Ursache dieSprache der Götter genannt; wenigstens ist sie dieSprache, welche die Götter jedem erhabenen Genie,