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Diokles.
Richtig. Du wirst aber sehen, daß in unsererUntersuchung dieß auf Eins hinauslauft. — Löst sichdie Schönheit nicht in die Menge der Ideen und dieKürze der erforderlichen Zeit, um sie aneinander zufügen oder sie zusammenzusetzen, auf; oder bestehtsie nicht in dem, was es dem Verstände leichtermachr, ein Ganzes zu umfassen?
Alexis.
Das geb' ich zu.
Diokles.
Wenn folglich, durch irgend ein Mittel, die Ideenvon vielen wirklichen oder möglichen Dingen, einan-der so nahe gebracht werden können, daß sie einigeAugenblicke lang im Kopfe fast zugleich da sind, sowird gewiß der Verstand, zwischen diesen Ideen, amschnellsten diejenigen Verhältnisse wahrnehmen, diesich mit der größten Leichtigkeit fassen lassen; dasheißt, diejenigen, die für uns die reichste, die wahrsteUnd einfachste Schönheit ausmachen: und dieß ist dieUrsache, warum gewöhnlich bei einem Manne vonGenie die erste Idee, die schönste, und der ersteAusdruck, der kräftigste ist. Also, mein lieber Alexis,ist es die Fähigkeit, die Ideen einander am meistenund am besten zu nähern, was das Schöne und dasErhabene hervorbringt, und jene Seelen, welche dar-um einen nähern Umgang mit der Gottheit zu habenscheinen, große Wahrheiten gleichsam unmittelbar undauf einen Blick entdecken laßt. Wenn wir aber in