1178 Claſſ. XLI. Von der Hauß⸗Apotheck.
Alles zu reinem Pulver gemacht/ hernach/ ſo vitl dieſe Stuͤck mit einander wi-
gen/ ſo viel des beſten Theriacs darunter vermiſcht/ mit ein wenig Roſen⸗Ho-nig/ ſolchts 2. Stund lang in einem Moͤrſer wol geſtoſſen/ und untereinandergearbeitet/ hernach in ſteinernen Buͤchſen verwahret.*ꝑDeeſes bleibt hernach 2. und mehr Jahr lang gut.
Uſus.
Darvon giebt man einem Menſchen/ ſo die Peſt angeſtoſſen/ 1. Quint.ſchwer/ mit Wein oder Eſſig zerrieben/ ein/ und laͤſſt yn 3. Stund lang dar-auf ſchwitzen. 1
Jungen Leuten nur halb ſo viecl.
Zur Praſcrvation nimmt man des Morgens nlchtern nur einer Erbſengroß in den Mund.
Nota. Wann es zu ſtarck/ ſo vermiſcht mans mit ein wenig Johannes-
traͤublein⸗Safft.5. Eine gemeine Præſervation in der Peſt-Man nimmt Cardobenedictenkraut/ 2. Theil.gebrannt und geſtoſſen/ oder roh geſchabet Hirſchhorn/ 1. Theil.gemeine 14““ ſo viel/ als obiges zuſammengeweſen.Dieſes alles unter einander vermenget/ und zum Gebrauch verwahret-Ulſus.
Von dieſemnimmt man Morgens und Abends eine gute Meſſerſpitz voll.
trinckt darauf 1. Loͤffel voll Holderbluͤhe⸗Eſſig.Oder:
Man nimmt friſche und wolzeitige Wachholderbeer/ leget ſelbige in
guten Eſſig/ iſſet alle Morgen 5. oder 6. darvon. So iſt man mit Gottes
Puͤlffe ſicher.XXII. Artzney zum Haupt.1. Fuͤr das Hauptwehe/ wann daſſelbige vonKaͤlte herkommet-
7. Balſam an die Stirn geſtrichen 1
2. Bittere Mandeln geſotten mit Eſſig und Roſen⸗Oel/ auf die Stirngelegt/ wie ein Pflaſter.
3. Camillen geſotten/ und das Haupt damit gewaſchen. 14. Stabwurtz geſotten/ mit Baum⸗Oel das Haupt damit beſtrichen.z. Knoh-