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Praktische französische Grammatik : Oder: vollständiger Unterricht in der französischen Sprache / von Caspar Hirzel
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dere, behandelt wird, und jeder derselben, sobald er einmal erklärtist, ohne späterhin je wieder berührt zu werden, abgethan bleibt.Die Erfahrung hat den Verfasser gegenwärtigen Versuches gelehrt,daß nichts leichter ist, als einem verständigen Knaben eine Regelbegreiflich zu machen, und ihn dieselbe durch Hülfe wiederholterBeispiele für den Augenblick richtig anwenden zu lassen; aber wenndann eine solche, ohne Rücksicht auf andere Punkte erklärte Regelin der Folge neuerdings, und in Verbindung mit andern ungleich-artigen Gegenständen vorkommt, so wird der Schüler schwerlich, ohnegrößere Fehler zu machen, sich durchhelfen können. Es muß dahersehr zweckmäßig sein, die Aufgaben stets so einzurichten, daß sieimmerfort auf die vorhergehenden Regeln zurückweisen, und beson-ders die von der deutschen Wortfügung am meisten abweichendenRedensarten irr allen möglichen Beziehungen zusammenstellen undanbringen.

Zürich, den 1. März 1621. H i r zel.

Vorrede zur zweiten Ausgabe.

Aiese zweite Ausgabe ist von -der ersten in gar Vielem sehr we-sentlich unterschieden. Außer den hinzugekommenen, wohl über dreiDruckbogen haltenden Züsätzen, ist des Verbesserten so Vieles, daßman dieselbe in mehr als einer Beziehung als ein neues Werk be-trachten könnte, das besonders bei der Anwendung und in demGebrauche mit der Jugend selbst sehr auffallende Abweichungen vondem ersten Versuche zeigen wird.

Wenn die erste Ausgabe der günstigen Aufnahme, welche ihr,trotz mancher Bemühungen, die Eigennutz, alte Routine, Mangelan Sachkenntniß, oder auch andere kleinliche Nebenabsichten hier undda ihrer Einführung entgegensetzten, von der unbestechlichen Mehr-heit des Publikums zu Theil wurde, nicht ganz unwürdig war, sohofft man mit Zuversicht, die Vorzüge dieser zweiten bald um soallgemeiner anerkannt zu sehen, als heutzutage, wahrscheinlich auchin diesem Fache nicht weniger als in andern, das Untaugliche undVeraltete von dem Brauchbaren überall um so sicherer verdrängtwerden muß, als ihm eifrig entgegengearbeitet wird.

Zürich, den 1. August 1622. Hl'rzek.

Vorrede zur dritten Ausgabe.

Aas Werk des allzu frühe nicht nur den Seinigen und feinenFreunden, sondern auch der literarischen Welt entrissenen Verfasserszeichnete sich vor den meisten Lehrbüchern ähnlicher Art in vielenBeziehungen aus. Er würdigte, indem er die Bedürfnisse derDeutschen wohl berücksichtigte, jeden Punkt nach seinem besondernWerthe, und, nicht zufrieden, das Wichtige hervorgehoben