1210 Chaff XLI. Von der Hauß⸗Apotheck.
Q—Q—————Oꝗo—-——ᷣ—und bopuleon⸗Salb/ ſo viel als noͤthig/ macht ein Saͤlblein darauß/ be-ſtreicht damit die Schlaͤff/ und binder feiſten Storchſchnabel um die Stirn.
3. Eine Schlaff⸗Salbe.Man nimmt Opilin Violen⸗Oel und ein wenigEſſigauffgeloͤſt/ z. Scrupel.Saffran 6. GranPopuleon⸗Salb/ 1. Loth.
Unter einander vermiſcht/ damit die beyde Schlaͤffe beſtrichen.4. Eine Salbe fuͤr den Huſten.
Mannimmt drey Knobloch⸗Haͤupter/ undSchweinen Schmaltz/ nach Belieben.Stoͤſſets unter einander/ macht uͤber dem Feuer eine Salbe daraus.Zwingts durch ein 1ue-* in einem Glaß.Hus.Mit diefer Salbe ſchmieret man dem Patienten die Fußſohlen/ ehe erſchlaffen gehet/ und ſchmieret damit den Ruckgradz. Tage nach einander.
5. Eine Salbe fuͤr einen boͤſen kalten Magen.
Mannimmt außgepreſtes Muſcat⸗Nuß⸗Oel/ thut darunter
diſtillirte Naͤgelein/ ein wenig.Salbet damit das Hertzgruͤblein/ und iſſet Morgens nuͤchtern ein wenigein-gemachte Calmuß/ trinckt darauff einen Loͤffelvoll Brandenwein.
6. Eine Salbe fuͤr eine hitzige Leber.
Man nimmt weiſſe Roſen⸗Salbe.
Sandel⸗Salbe/ jedes 1. Loth.
Cryſtall gepuͤlvert/ 1. Quint.
Campher/ 3. Gran.
Vehan ſten Citronen⸗Safft oder Roſen⸗Eſſig/ eine Nußſchal
vo
Vermiſcht alles wol unter einander zu einer Salbe/ damit beſtreicht mandie rechte Seite unter der kurtzen Rippe.7. Eine Salbe fuͤr Geſchwulſt in Waſſerſucht.Man nimmt gruͤne Wachholderbeer.ſchmahle Salbey.ſpitzigen Wegrich,Weinrauten/ jedes 1. Handvoll.