Buch 
Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
JPEG-Download
 

1226 Chff. XLl. Vonder Hauß⸗Apotheck.

treichets oder legets mit Faͤſelein in die Wunden/ ſo faͤllet das ſaule Fleiſchhinweg.

4 OderMan nimmt gedoͤrrten Huͤnerkoth.edoͤrrte Holderſchwaͤmm.Alaun/ eines ſo viel als des andern.Alles rein geſtoſſen/ mit Roſen⸗Oelvermiſcht/ zu tinem Saͤlblein gemacht/legets mit Faſeln in den Schaden. Es wehret demuͤberfluͤſſigen Wachſen.

13. Eine Wunde wieder zuoͤffnen/ ſo nicht recht zuiſt.Man nimmt Odermenig.Sevenbaum/ jedes 1. Quint.gebrannte Kreiden/ n. Quint.Entzianwurtzel /1. Loth.Alles rein geſtoſſen/ mit eines jungen Knaben Harn vermiſcht zu einemSaͤlblein/ legets fleiſſig uͤber die Wunde/ ſo gehet ſie wieder auff.

14. Fuͤr die Wunden⸗Narben.Man nimmt Milchram/ undEyerweiß/ jedes 1. Loͤffelvoll.wolriechende Roſen⸗Salbe/ einer Bohnen groß.ü-e- untereinander vermiſcht zu einem Saͤlblein/ damit beſtreicht man die

Oder:Nimmt nur friſches Haſen⸗Schmaltz.

1z. Fuͤr eine geſchwollene Wunde/ ſo ſchon zugeheilet.

Man nimmt rothen Beyfuß/ und

Odermenig/ jedes 1. Handvoll.Stoͤſſets klein/ zwingt den Safft darauß. Thut darzu

Eyerweiß/ und

Gerſten⸗Meel/ wie auch ein wenig Roſen⸗HOel.Machts zueinem dicken Saͤlblein/ bindets auff die Wunde/ ſo gehet ſie wie-der auff.

16. Fuͤr alle Wunden/ ſo nicht Beinſchroͤttig oder

8

die Adern entzwey ſeynd.

Man nimmt Silberglett/ 1. Pfund. 8Baum⸗Oel/ 2. Pfund