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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Clact XLI. Von der Hauß⸗Apotheck. tüt

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umwickeln/ aneinem warmen mittelmaͤſſigen Ort wolverwahren/ und fleiſſigzuſehen/ daß kein Staub/ Sand oder kalter Wind die Waffen beruͤhre.

z2. Ehe man die Waffen ſchmieret/ muß man wiſſen/ ob die Wundegehauen oder geſtochen?

Wann ſie geſtochen/ ſo muß man die Waffen von oben herabwertsſtreichen/ und nicht von unten herauf.

3. Wan man nicht weiß/ wie tieff die Wunde/ ſo muß man die gantzeWaffe ſchmieren. 3 Vſ 1

4. Es iſt nicht noͤthig die Wunde zu hefften/ ſondernnur ein ſauberTuͤchlein alle Tage darum binden/ und ſolches zuvor in des Patienten Harnnetzen/ wann man denſelbigen haben kan.

*5, Derjenige/ ſo dieſe Arbeit verrichtet/ ſolle ſelbige Zeit der Weibermuͤſſig gehen/ und des Beyſchlaffs ſich enthalten. 8

6. Ehe man die Waffen ſalbet/ muß man das Blut ſtillen.

.In Bruͤchen und Verletzung der Beine/ ſo ſolle man dieſelbigemit dem Pulver von groſſer Wallwurtz oder ſchwartzer Nießwurtz ver-miſchen. 1 1Nota. So man die Waffen bey Handen/ und gerne wiſſen wolte/ ob

der Patient geneſen oderſterben werde? So ſolle man dieWaffen bey einem Kohlfeuer ſo warm werden laſſen⸗ daßman die Hand daranhalten kan/ hernach mit rothen San-del und Blutſteinbeſtreuen: So es alsdann Blut ſchwi-tzet ſo iſt es ein Zeichen/ daß der menſchſtirbt/ S contra.

g. Wan man die Waffen nicht haben kan/ damit man verletzt wor-den/ ſo muß man ein Hoͤltzlein von Weydenholtz nehmen/ ſelbiges in derWunden ſeucht machen/ und nachdeme das daran hangende Blut trockenworden/(nicht an der Sonnen/ noch am Feuer) ſondernvonſich ſelbſten/ſo ſteckt man diſes Hoͤltzlein in die Waffen⸗Salbe/ und laͤſſets ſo lang darinnſtecken/ biß daß die Wunde heyl worden.

9. Wann die Wunde kein Blut geben will/ ſo muß mans mit demHoͤltzlein ſo lang ritzen und reiben/ bis daß es blutigwird: Alſo auch in demZahnſchmertzen/ man ritzt mit einem Laß⸗Eyſen das Zahnfleiſch um den boͤ-ſen Zahn herum/ bis daß es blutet/ laͤſſt hernach ſolches Blut am Eyſentrocken werden/ ſchmieret das Eyſenfernermit dieſer Salbe/ ſo vergehet derZahn⸗ ſchmertze. 1

10. Wann ein Pferd vernagelt worden/ und ihme der Nagel in dasFleiſch gangen/ ſo ziehet man den Nagen heraus/ und ſchmierer ihn mit dieſerSalbe. Esheilet das Pferd ohne einzige Verſchwaͤhrung-

Qag qaaq. iij Und