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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Claff. XL.II. Von Wag und Gewicht 47

Fuͤr 3. Untz legt man 10. n. und

Fuͤr ein viertel Untz/ oder 2. Quintl. und noch 9. Quintl. zuſammen27. Quintl. leg man N. 9. 1

Endlich fuͤr ein ſechzehen Theil Quintl. oder 3. und dreyviertel Gran/legt man N. 3. So hat man das Begehrte.

Nota.. letzte wird um ein viertel Gran zu ſchwer/ ſo wenig zu bedeu-ten hat.Alſo kan man mit allen andern procediren/ nur daß man in Achtnimmt im Taͤfelein/ diejenige Zahl/ ſo mit einem Strichlein ab-geſondert/ muß zur Wahr gelegt werden.

Folget ferner:

Wie man die groſſe Laſt⸗Wage brauchen ſolle.

Man unterbauet zuvordie Bretteroder Schalen/ biß ſie eingeladen iſt/mit der Wahr/ hernach thut man das unterbaute hinweg/ legt zuvor dasGewicht auf das andere Bret/ oder in die Schale/ bringt die Zunge in denKloben/ bewegt die Schale/ daß ſie ſchwanckt/ jedoch nicht zu ſehr/ undmerckt/ ob ſie lang ſchwancke/ oder bald ſtille ſtehe.

Schwanckt ſie lang/ ſo wigt man deſto gewiſſer. Stehet ſie aber baldſtille/ fo iſt die Wag traͤg und faul. Muß man demnach ſolchetraͤge Wageausforſchen/ von einem Centner zu dem andern. Dieſes macht man alſo;

Man legt erſtlich aufeinen Centner mit ſeinem Gegengewicht/ bis dieZunge innen ſtehet. Thut darzu das kleinſte Gewicht alſo daß mans ver-nehmen mag/ ſolcher Geſtalt/ daß der Ausſchlag nicht zu klein/ ſondernmercklich ſeye. Dieſes kleine Gewichtlein ſchreibt man auf/ welches manzugeſetzt hat/ nemlich/ wie viel Loth ſolches wigt.

Hernach laͤdet man die Wag mit 2. und dann mit 3. Centner/ und ſofortan/ ſo viel die Waag ertragen mag/ und machet ſie allemal ſchwencken.

Wann ſie nun ſtill ſtehet/ ſo ſetzt man ihr etliche Gewicht zu/ bis aufden erſten Ausſchlag/ und ſchreibet alle kleine Gewichtlein auf/ die man imLaſt vernommen hat in gleichen Ausſchlagen/ gebraucht ſich hernach im Ab-wegen dieſer Ausſchlaͤge/ nach Innhalt des aufgeſchriebenen Zettels; ſothut man niemand unrecht.

Dann/ das Unrechtwigen kommt zu Zeiten aus dem Gebrechen der8 2 Zeiten aus Verſaumnus des Wigers/ und vornemlich an ſchwe-ren Gewichten. 1

Will man nun dieſes erforſchen al muß man wiſſen/ daß eine jeglichedie ziemlich beladen iſt/ ſchaͤrffer vernimmt/ dann ſo ſie ſchwer ge-

d

aden iſt.S. folget/ daß viel klein Gewicht/ wann jedes abſonderlich ge-wogen