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1260 Cuf. XLIV. Vom Abmeſſen der Felder.
Z1Zl111““Hat man ein Stuͤck Feld/ ſo im Bogen liegt/ gleichwie ein Wammes-Ermel/ ſo ziehet man eine Schnur gantz herum/ miſſet alsdann auch die breiteoder kurtze Seiten/ macht alsdann mit der gantzen Schnureine lange gevierd-te Figur mit rechten Winckeln/ alſo daß deroſelbigen kurtze Seiten an beydenEnden der Figur ſeyn; Multipliciret ferner eine lange Seiten mit der kurtzenSeiten. Oder die Breite in die Laͤnge. Die Summa weiſet den Innhaltdieſes Feldes.Iſt ein Feld oder Wieſen wie ein Triangel/ und hat drey gleiche Seiten;ſo miſſet man nur einer Seiten Laͤnge/ alsdann von dem halben Theil dieſer
Seeite in das gegenuͤber ſtehendt Eck; Multipliciret dieſe Laͤnge mit der andern
ins Eck hinuͤber gemeſſen/ die Summa halbieret man/ der halbe Theil der-ſelbigen giebt den Innhalt des dreyecktehten Feldes. Oder/ man mulriplici-ret die gantze Laͤnge der ins Eck hinuͤber gemeſſenen/ mit dem halben Theileine Seite. Das Facit iſt der vorige Innhalt.
Hat man ein Feld/ ſo drey ungleiche Seiten und Winckel; ſo miſſetman mit der Schnur nur die lange Seite; hernach von dieſerlangenin dasgegenuͤberſtehende Eck Winckelrecht hinuͤber/ multiplicjret man herngch mitder langen/ und halbieret die Summa. Der halbe Theil giebt den Inhaltdes Feldes.
Oder’, halbieret die lange Seiten/ die Helffte multipliciret man mit dergantzen ins Eck hinuͤber gemeſſenen. Die Summaiſt der vorige Inhalt.
Oder halbieret die ins Eck hinuͤber gemeſſene/ multipliciret ſolches mitder langen oder laͤngſten Seiten/ kommt vorige Summa. b 5
Auf dieſe Weiſe kan manfaſt alle Felderausmeſſenundausrechnen.
Wann man dergleichen abgemeſſen hat/ und gerne wiſſen wolte/ wieviel Tagwerck/ Feld⸗oder Waldmorgen ſolches halten moͤchte ſo muß manzuvor wiſſen/ wie viel gevierte Ruthen/ Schuh und Zoll ein Feld⸗ undWald⸗Morgen halte/ hernach ſolches durch das gemeſſene dividiren/ ſo fin-det mandasbegehrte.
Als zum Exempel: